GTL Lindau Abwasserwirtschaft

Rückstausicherung

GTL-Lindau im Schmutzwasserbereich

Entwässerungssatzung §9 Grundstücksentwässerungsanlage, Abs. 5: "Gegen den Rückstau des Abwassers aus dem Abwassernetz hat sich jeder Anschlussnehmer selbst zu schützen".

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Entwässerung ohne Rückstausicherung
Ohne Rückstausicherung besteht die Gefahr, dass Keller- oder Wohnräume unterhalb der Rückstauebene überflutet werden können.



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Sicherung mit Rückstauklappe
Der Bodenablauf im Untergeschoss muss durch eine Rückschlagklappe mit Doppelverschluss gegen Rückstau gesichert werden. Eine Elementarversicherung springt nur dann bei evtl. Schäden ein, wenn ein Nachweis über regelmäßige Wartung der Anlage vorgelegt werden kann.



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Die Untergeschoss-Entwässerung (Toilettenanlage, Waschbecken, Waschmaschine, Dusche) darf nur durch Einbau einer automatisch arbeitenden Hebeanlage der öffentlichen Kanalisation rückstaufrei zugeführt werden.
Das Abwasser wird mit einer Pumpe durch die Rückstauschleife über die Rückstauebene gehoben.

Rückstausicherung

GTL-Lindau im Regenwasserbereich
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Das Drainagerohr wird mit der Rückstauklappe im privaten RW-Kontrollschacht eingebaut (siehe Einzelheit A). Lichtschächte, die an der Drainage angeschlossen sind, wären somit auch vor Rückstau aus dem Regenwasserkanalnetz geschützt.
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Leitungen der Oberflächen- und Dachentwässerung müssen ungehindert ablaufen können.




Dichtheit

Die Dichtheitsprüfung kann bei bestehenden und bei neuen Grundstücksentwässerungsanlagen (GEA) sowohl mit Luft- als auch mit Wasserdruck durchgeführt werden. Meist kommen bei Hausanschlüssen allerdings Wasserdruckprüfungen wegen der einfacheren Durchführbarkeit zur Anwendung.

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In der Grafik wird die Dichtheitsprüfung bei einer bestehenden GEA dargestellt. Hier wird nach der DIN 1986 Teil 30 für Instandhaltung geprüft.
Bei der Instandhaltungs-Prüfung der GEA wird am tiefsten Punkt des Anschlusskanals, also bis zum Anschlusspunkt im Hauptkanal, eine aufblasbare Absperrblase positioniert und das Netz bis zum tiefst liegenden Bodenablauf oder unteren Rand einer Reinigungsöffnung in einer Fallleitung aufgefüllt. Der Wasserspiegel wird 15 Minuten beobachtet. Falls der Wasserspiegel sinkt, wird Wasser nachgeschüttet. Die Leitung gilt als dicht, wenn nicht mehr als die zulässige Wassermenge zugegeben werden muss.

Für Neubauten gilt die DIN EN 1610 , hierzu weitere Informationen bei der Rückstausicherung.

GTL-Lindau     Die Dichtheitsprüfungen müssen von Fachfirmen abgenommen werden. Nur dann kann auch das Ergebnis auf Dichtheit anerkannt werden.